Wien – Zum Jahreswechsel erhalten viele Versicherte Briefe über Prämienanpassungen. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) klärt in ihrer Informationsreihe „Reden wir über Geld“ über die Rechte der Versicherten auf und beschreibt, was dabei zu beachten ist.
Vertragliche Grundlagen der Prämienanpassung
Prämienanpassungen sind bei nahezu allen Versicherungen gängige Praxis und sind in den Polizzen oder den Allgemeinen Versicherungsbedingungen festgelegt. Diese Anpassungen sollen den Versicherungsschutz langfristig wertbeständig halten und erfolgen in der Regel auf Basis von Preisindizes oder nach einem festgelegten Prozentsatz.
Transparente Erhöhungen
Eine Erhöhung der Prämien muss auf einer klaren Prämienanpassungsklausel basieren und für die Versicherten transparent nachvollziehbar sein. Für Krankenversicherungen gelten hier besondere gesetzliche Vorgaben.
Vorteile der Prämienanpassungen
Prämienanpassungen haben auch positive Aspekte. Sie garantieren, dass der vereinbarte Versicherungsschutz erhalten bleibt und verhindern eine schleichende Unterversicherung. Darüber hinaus sichern sie die langfristige Leistungsfähigkeit der Versicherungsunternehmen.
Handlungsoptionen für Versicherte
Wenn die Prämie als zu hoch empfunden wird, gibt es mehrere Handlungsoptionen für die Versicherten. Je nach Vertrag können sie der Erhöhung widersprechen, ihren Tarif anpassen oder den Versicherungsschutz vorübergehend ruhend stellen. Dabei sollte ein schneller Versicherungswechsel gut überlegt sein, da dies zu Nachteilen wie höheren Prämien oder dem Verlust von Altersrückstellungen führen kann.
Die FMA empfiehlt, sich über die Prämienanpassungen zu informieren, bestehende Verträge zu überprüfen und verschiedene Angebote zu vergleichen. Wer die Gründe und Bedingungen für Prämienanpassungen versteht, kann fundierte Entscheidungen treffen und sich bestmöglich absichern.
Quelle: APA-OTS, Datum: 31.12.2025, Fotocredit: Scripora.com, Website: https://redenwiruebergeld.fma.gv.at/
Autor: hml (hml@scripora.com)