Wien – Das Jahr 2025 stellt einen neuen Tiefpunkt für das österreichische Start-up-Ökosystem dar. Obwohl die Situation in anderen europäischen Ländern Anzeichen einer Erholung zeigt, bleibt Österreich hinter diesen Entwicklungen zurück. Das zeigt das aktuelle EY Start-up-Barometer Österreich 2025, das die Finanzierungsrunden von Start-ups mit einem Hauptsitz in Österreich analysiert.
Rückläufige Finanzierungsaktivität
Die aktuellen Daten verdeutlichen, dass das Finanzierungsvolumen für österreichische Start-ups im Jahr 2025 weiter gesunken ist. Florian Haas, Head of Start-up bei EY Österreich, warnt: „Nach bereits drei Jahren rückläufiger Finanzierungsaktivität ist 2025 ein neuer Tiefpunkt erreicht. Das ist ein strukturelles Warnsignal. Ohne rasche und koordinierte Maßnahmen droht Österreich im internationalen Wettbewerb weiter zurückzufallen.“
Veränderungen im Finanzierungsvolumen
Das Gesamtfinanzierungsvolumen für 2025 betrug lediglich rund 253 Millionen Euro, was einem Rückgang von etwa 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese negative Entwicklung spiegelt sich in der Anzahl der Finanzierungsrunden wider, die mit 148 auf dem Niveau des Vorjahres geblieben sind, nachdem sie zuvor bereits deutlich gesunken war.
Auswirkungen auf das Wachstumssegment
Besonders betroffen ist das Wachstumsegment, wo größere Anschlussfinanzierungen nun schwerer zu realisieren sind. Dies erschwert die Skalierung und Internationalisierung vieler österreichischer Start-ups erheblich. In der langfristigen Betrachtung sinkt das Finanzierungsniveau auf einen Stand zurück, der zuletzt vor fünf Jahren erreicht wurde.
Die vollständigen Studienunterlagen stehen hier zur Verfügung.
Quelle: APA-OTS, Datum: 30.12.2025
Autor: ml (ml@scripora.com)