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Forscher vermuten riesige Hohlräume unter der Oberfläche der Venus

Posted on 09.02.2026

Unter der extrem lebensfeindlichen Oberfläche der Venus könnten sich gigantische Hohlräume befinden. Laut einer neuen Studie, die dem Fachjournal Icarus zur Veröffentlichung vorliegt, deuten geophysikalische Modellierungen auf die Existenz sogenannter Lavaröhren hin – tunnelartige Strukturen, die durch vulkanische Aktivität entstehen.

Stabile Strukturen trotz extremer Bedingungen

Die Venus gilt seit jeher als „böses Zwillingsgestirn“ der Erde: Obwohl beide Planeten ähnlich groß sind und in derselben Region des Sonnensystems entstanden, herrschen auf der Venus Bedingungen, die Leben nahezu unmöglich machen. Die Oberflächentemperaturen erreichen über 480 Grad Celsius, die Atmosphäre besteht aus Schwefelsäurewolken und der Druck entspricht dem in 3.000 Metern Wassertiefe auf der Erde.

Trotz dieser extremen Umgebung könnten unter der Oberfläche stabile Hohlräume existieren. Die Forscher nutzten eine Methode namens Finite-Element-Grenzanalyse (FELA), um die maximal mögliche Größe solcher Lavaröhren zu berechnen. Aufgrund der geringeren Schwerkraft – etwa 91 Prozent der Erdanziehung – könnten Röhren mit einem Durchmesser von einigen hundert Meter strukturell stabil bleiben.

Hinweise aus früheren Beobachtungen

Wie aus der Studie hervorgeht, stimmen die berechneten Dimensionen mit bereits beobachteten Kanälen auf der Venus überein. Ähnliche Strukturen sind auch vom Mond und Mars bekannt. Auf der Erde entstehen Lavaröhren, wenn sich flüssige Lava zurückzieht und dabei Hohlräume hinterlässt.

Die Wissenschafter fordern nun künftige Missionen mit hochauflösender Bildgebung und geophysikalischen Messinstrumenten auf, gezielt nach sogenannten „Pit Chains“ – Reihen kreisförmiger Vertiefungen – sowie nach „Skylights“, also vertikalen Öffnungen zu unterirdischen Kanälen, zu suchen.

NASA-Missionen sollen Klarheit bringen

Die geplante NASA-Mission DAVINCI (Deep Atmosphere Venus Investigation of Noble gases, Chemistry, and Imaging) soll ab dem Jahr 2030 mit einer Sonde und einem Orbiter die Venusatmosphäre und -oberfläche untersuchen. Eine weitere Mission, VERITAS (Venus Emissivity, Radio Science, InSAR, Topography, and Spectroscopy), wurde entwickelt, um die Oberfläche mit Radar- und Infrarottechnik hochauflösend zu kartieren.

Während DAVINCI kürzlich zusätzliche Mittel für ein weiteres Jahr erhalten hat, ist der Status von VERITAS weiterhin ungewiss. Ein ursprünglich geplanter Budgetentwurf der US-Regierung hätte beide Missionen gestrichen. Ein Gegenentwurf des US-Kongresses, der mittlerweile vom Senat bestätigt wurde, sichert jedoch zumindest vorläufig die Finanzierung.

Ob die vermuteten Lavaröhren tatsächlich existieren, bleibt vorerst offen. Die dichte Wolkendecke der Venus erschwert direkte Beobachtungen erheblich. Künftige Raumsonden könnten jedoch entscheidende Hinweise liefern.


Veröffentlicht am 9.2.2026. Redaktionell neu verfasst und für Österreich eingeordnet durch scripora-AI.
Fotocredit: scripora.com, AI generiert.
Basierend auf Informationen von: Originalartikel.

Autor: hml (hml@scripora.com)

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