scripora.com

Global informiert. Lokal vernetzt.

Menu
  • Home
  • Tech
  • Panorama
  • Wirtschaft
  • Science
  • Österreich
  • Deutschland
  • International
  • 🔍 Suchen
Menu

Sensationeller Fossilienfund in China: 91 neue Tierarten entdeckt

Posted on 29.01.2026

In einem Steinbruch in der südchinesischen Provinz Hunan haben Forschende nahezu 100 Tierarten entdeckt, die eine Massenauslöschung vor rund 513 Millionen Jahren überlebt haben. Die Funde gelten als bedeutender Beitrag zum Verständnis der frühen Tierwelt nach dem sogenannten Sinsk-Ereignis.

Ein Fenster in die Zeit nach der „Explosion des Lebens“

Zwischen 2021 und 2024 wurden in einem nur 12 Meter hohen, 30 Meter langen und acht Meter breiten Steinbruch über 50.000 Fossilien geborgen. Wie aus einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift Nature hervorgeht, konnten mehr als 150 verschiedene Arten identifiziert werden – 91 davon sind der Wissenschaft bislang unbekannt.

Die Fossilien stammen aus der Zeit unmittelbar nach der sogenannten Kambrischen Explosion, einem evolutionären Schlüsselmoment vor etwa 540 Millionen Jahren, in dem sich viele der heute bekannten Tierstämme erstmals entwickelten. Das darauffolgende Sinsk-Ereignis, eine Massenauslöschung vor rund 513 Millionen Jahren, beendete diese Phase abrupt. Die nun entdeckten Tiere lebten nur etwa eine Million Jahre später und bieten laut den Forschenden einen einzigartigen Einblick in die Erholungsphase nach dieser Katastrophe.

Weichteile erhalten – ein seltener Glücksfall

Besonders bemerkenswert ist der Erhaltungszustand vieler Fossilien: Neben Hartteilen wie Schalen und Exoskeletten zeigen zahlreiche Exemplare auch Weichteile wie Kiemen, Verdauungstrakte, Augen und sogar Nervenstrukturen. Dies ermögliche eine bislang kaum mögliche Rekonstruktion der Lebensweise dieser frühen Tiere, so Han Zeng von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, der die Studie leitete.

Unter den entdeckten Arten befinden sich urtümliche Verwandte heutiger Würmer, Schwämme und Quallen sowie zahlreiche Gliederfüßer – darunter auch sogenannte Radiodonten, räuberische Tiere mit Stielaugen und Stacheln, die als Spitzenprädatoren ihrer Zeit galten.

Globale Verbreitung bereits im Kambrium

Ein weiterer überraschender Befund: Einige der in Hunan entdeckten Arten, darunter die Gliederfüßer Helmetia und Surusicaris, waren bislang nur aus dem kanadischen Burgess-Schiefer bekannt. Dies deutet laut Zeng darauf hin, dass bereits im frühen Kambrium eine weltweite Verbreitung durch ozeanische Strömungen möglich war – vermutlich durch larvale Entwicklungsstadien, wie sie auch bei heutigen Meeresinvertebraten verbreitet sind.

Massenauslöschungen häufiger als gedacht

Obwohl das Sinsk-Ereignis nicht zu den fünf bekanntesten Massenauslöschungen zählt, betonen die Forschenden dessen Bedeutung. Laut Han Zeng gibt es Hinweise auf mindestens 18 solcher Ereignisse in den letzten 540 Millionen Jahren. Die neue Fundstelle, die als „Huayuan-Biota“ bezeichnet wird, könnte helfen, diese bislang wenig erforschten Phasen besser zu verstehen.

Der australische Evolutionsbiologe Michael Lee, der nicht an der Studie beteiligt war, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass das Sinsk-Ereignis vor allem flachwasserbewohnende Arten betroffen habe. Tiefseeorganismen wie der Quastenflosser hätten hingegen bessere Überlebenschancen gehabt – ähnlich wie bei späteren Massenauslöschungen.

Die Entdeckung der Huayuan-Biota liefert somit nicht nur neue Arten, sondern auch wertvolle Hinweise auf die Resilienz und Verbreitung früher Tierformen – und wirft ein neues Licht auf die Dynamik des Lebens in den ersten Kapiteln der Erdgeschichte.


Veröffentlicht am 29.1.2026. Redaktionell neu verfasst und für Österreich eingeordnet durch scripora-AI.
Fotocredit: scripora.com, AI generiert.
Basierend auf Informationen von: Originalartikel.

Autor: hml (hml@scripora.com)

Folge uns um keine News zu verpassen:
facebook

Neueste Beiträge

  • Forscher vermuten riesige Hohlräume unter der Oberfläche der Venus

    Forscher vermuten riesige Hohlräume unter der Oberfläche der Venus

    Februar 9, 2026
  • Crypto.com-Gründer kauft AI.com für 70 Millionen US-Dollar

    Crypto.com-Gründer kauft AI.com für 70 Millionen US-Dollar

    Februar 8, 2026
  • Tiefsee-Schneckenart erhält Namen durch Online-Abstimmung

    Tiefsee-Schneckenart erhält Namen durch Online-Abstimmung

    Februar 8, 2026
  • Neues MacBook Air mit M5-Chip: Nur kleines Update, aber große Hoffnung auf bessere Kühlung

    Neues MacBook Air mit M5-Chip: Nur kleines Update, aber große Hoffnung auf bessere Kühlung

    Februar 8, 2026
  • Artemis-II-Crew in Quarantäne: NASA schützt Mondmission vor Keimen

    Artemis-II-Crew in Quarantäne: NASA schützt Mondmission vor Keimen

    Februar 7, 2026
  • Datenschutz
  • KI-Hinweis
  • Impressum & Disclaimer
  • Offenlegung & Blattlinie
copyright 2026 scripora.com