Kiel (pte) – Laut einer aktuellen Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft vernichtet Künstliche Intelligenz (KI) keine Arbeitsplätze, sondern verändert diese signifikant. Unternehmen, die stark auf KI setzen, stellen vermehrt Fachkräfte ein, während einfache Büroaufgaben zunehmend wegfallen.
In der Analyse, an der Experten aus Dänemark, Portugal, Schweden und Deutschland beteiligt waren, wird festgestellt, dass eine höhere Exposition gegenüber KI keinen messbaren Einfluss auf die Gesamtbeschäftigung habe, jedoch systematisch eine Höherqualifizierung erfordere. Holger Görg, Mitautor der Studie, erläutert, dass der Fortschritt durch KI in neun unterschiedlichen Teilbereichen erfasst wurde, unter anderem in der Sprachverarbeitung und Bilderkennung.
Für die Untersuchung wurden anonymisierte Daten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern aus den genannten Ländern zwischen 2010 und 2023 analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Routineaufgaben verschwinden, während neue Rollen entstehen, die Analyse, Kommunikation und technisches Verständnis erfordern. Insbesondere wissensintensive Unternehmen erhöhen ihren Anteil hochqualifizierter Mitarbeiter durch den Einsatz von KI.
Die Autoren betonen, dass Weiterbildung und Umschulung angesichts dieser Veränderungen gezielt gesteuert werden müssen, um den Beschäftigten die erforderlichen Qualifikationen zu vermitteln.
Hintergrund
Die Integration von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen bietet Chancen und Herausforderungen. Während Unternehmen von effizienteren Prozessen profitieren, müssen Arbeitnehmer bereit sein, sich stetig weiterzubilden und an neue Anforderungen anzupassen.
Quelle: pressetext, Datum: 26. Jänner 2026
Autor: hml (hml@scripora.com)