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Cyberkriminalität: Homeoffice bietet Angreifern neue Chancen

Posted on 24.01.2026

Wien – Die Digitalisierung des Arbeitsplatzes, besonders im Homeoffice, bringt ernste Sicherheitsrisiken mit sich. Laut einer aktuellen Studie von KPMG ist jeder sechste Cyberangriff auf Unternehmen in Wien erfolgreich. Insbesondere bei der Nutzung mobiler Endgeräte über unsichere Netzwerke profitieren Cyberkriminelle von den Schwachstellen der Homeoffice-Strukturen.

Homeoffice als Ziel für Cyberangriffe

Die Wirtschaftskammer Wien warnt, dass die Nutzung ungeschützter Router und privater WLANs eine einfache Angriffsfläche für Cyberkriminelle darstellt. Diese Angreifer nutzen gezielt die Sicherheitslücken, um sich Zugang zu sensiblen Unternehmensdaten zu verschaffen.

Bedeutung von Virtual Private Networks (VPN)

Ein gut konfiguriertes VPN mit starker Authentifizierung wird als entscheidend für den Schutz von Unternehmensnetzwerken hervorgehoben. Laut Martin Heimhilcher, dem Obmann der Sparte Information und Consulting der WK Wien, ist ein VPN ein effektives Mittel, um potenzielle Angriffe abzuwehren. Es verschlüsselt die Daten zwischen dem Endgerät und dem Unternehmensnetzwerk, wodurch es schwieriger wird, diese abzufangen.

Zusätzlich bieten moderne VPN-Lösungen Schutzmechanismen wie Multi-Faktor-Authentifizierung und rollenbasierte Zugangskontrollen. Diese Maßnahmen werden als notwendig erachtet, um den Anforderungen an die Cybersicherheit in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt gerecht zu werden.

Bewusstseinsbildung und Schulungen

Rüdiger Linhart, IT-Sprecher der Fachgruppe UBIT der WK Wien, betont, dass technische Maßnahmen allein nicht ausreichen. Achtsames Verhalten der Nutzer sei unabdingbar. Nutzer sollten sichere Passwörter verwenden, regelmäßige Updates durchführen und verdächtige Aktivitäten erkennen. Die Kombination aus technischem Schutz und Nutzerbewusstsein ist entscheidend.

Praktische Tipps für KMU

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind stark von Cyberattacken bedroht, da sie oft keine eigene IT-Abteilung haben. Die Wirtschaftskammer bietet folgende fünf Tipps an, um passende Abwehrmechanismen zu implementieren:

  • Verpflichtende Nutzung von VPN für sämtliche externen Zugriffe.
  • Regelmäßige Updates von VPN-Gateways, Routern und Endgeräten.
  • Einsatz von Multifaktor-Authentifizierung für sensible Bereiche.
  • Durchführung von Cybersecurity-Schulungen für Mitarbeitende.
  • Regelmäßige Sicherheitstests sowie Notfallübungen.

Heimhilcher weist darauf hin, dass Homeoffice mittlerweile zum Standard vieler Unternehmen gehört, um für junge Mitarbeitende attraktiv zu bleiben. Dies verstärkt die Notwendigkeit, das Bewusstsein für Cybersicherheit auch in diesem Kontext zu erhöhen.

Hintergrund & Einordnung

Die zunehmende Bedrohung durch Cyberkriminalität im Kontext des Homeoffice erfordert ein Umdenken in der Sicherheitsarchitektur von Unternehmen. Die Trennung von persönlicher und beruflicher Nutzung von Geräten und Netzwerken wird entscheidend sein, um sensible Informationen zu schützen. Vor allem KMU stehen unter Druck, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um im digitalen Raum wettbewerbsfähig zu bleiben.

Quelle: APA-OTS, Datum: 23.01.2026, Fotocredit: scripora.com, AI generiert, Website: www.wko.at

Autor: hml (hml@scripora.com)

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