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Trumps Interesse an Grönland: Rohstoffe und geopolitische Strategie im Fokus

Posted on 23.01.2026

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat erneut sein Interesse an Grönland bekräftigt und spricht von einem „Rahmenabkommen“, das neben sicherheitspolitischen Aspekten auch den Zugang zu strategisch wichtigen Rohstoffen umfassen soll. Im Zentrum steht dabei die Kontrolle über seltene Erden und andere kritische Mineralien, die für moderne Technologien und die Rüstungsindustrie von zentraler Bedeutung sind.

Grönlands Rohstoffvorkommen im geopolitischen Fokus

Grönland verfügt laut einer geologischen Erhebung aus dem Jahr 2023 über 25 der 34 von der Europäischen Kommission als „kritisch“ eingestuften Rohstoffe. Dazu zählen unter anderem Graphit, Niob und Titan. Diese Materialien sind essenziell für die Herstellung von Elektronik, erneuerbaren Energietechnologien und militärischer Ausrüstung.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, könnten die Vorkommen auf der arktischen Insel eine bedeutende Rolle in der globalen Rohstoffversorgung spielen – insbesondere vor dem Hintergrund der dominierenden Stellung Chinas im Bereich der seltenen Erden. Trumps Regierung hat bereits in seiner ersten Amtszeit begonnen, die wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen zu Grönland zu intensivieren, etwa durch die Wiedereröffnung des US-Konsulats in Nuuk im Jahr 2020.

Wirtschaftliche Interessen und sicherheitspolitische Argumente

Obwohl Trump öffentlich betont, es gehe ihm primär um die nationale Sicherheit, sehen Fachleute wie der Politikwissenschafter Steven Lamy den Hauptgrund für das US-Interesse in der wirtschaftlichen Bedeutung der Rohstoffe. Auch die strategische Lage Grönlands entlang neuer arktischer Schifffahrtsrouten sowie der Zugang zu Fischereiressourcen und potenziellen Energiequellen spielen eine Rolle.

Der republikanische Senator Ted Cruz verwies in einer Anhörung auf die „enormen Reserven an seltenen Erden“ und betonte, dass Grönlands Bedeutung über militärische Aspekte hinausgehe. Auch Mike Waltz, derzeit US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, hob die sicherheitspolitische Relevanz der Insel hervor – insbesondere im Hinblick auf Raumüberwachung und die Kontrolle über arktische Seewege.

Herausforderungen bei der Erschließung

Die wirtschaftliche Nutzung der Rohstoffe gestaltet sich jedoch schwierig. Laut Einschätzung von Fachleuten wie Mikkel Runge Olesen vom Dänischen Institut für Internationale Studien ist der Abbau in Grönland mit hohen Kosten verbunden. Extreme Wetterbedingungen, fehlende Infrastruktur und eine geringe Bevölkerungszahl erschweren die Entwicklung des Bergbausektors. Derzeit sind lediglich zwei Minen auf der Insel in Betrieb, obwohl über 100 Explorationslizenzen vergeben wurden.

Ein Hoffnungsschimmer liegt in den Folgen des Klimawandels: Durch das Abschmelzen der Eisschichten werden neue Landflächen freigelegt, was den Zugang zu Rohstoffen erleichtern und gleichzeitig Möglichkeiten für Wasserkraftnutzung eröffnen könnte. Dennoch betonen Expertinnen wie Jennifer Spence von der Harvard Kennedy School, dass es sich bislang vor allem um „Potenzial“ handle – konkrete wirtschaftliche Erfolge seien bisher ausgeblieben.

Einordnung

Trumps erneute Initiative zur engeren Anbindung Grönlands an die USA verdeutlicht die wachsende Bedeutung der Arktis im globalen Rohstoffwettbewerb. Ob sich daraus konkrete wirtschaftliche Vorteile ergeben, bleibt angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen jedoch offen.


Veröffentlicht am 23.1.2026. Redaktionell neu verfasst und für Österreich eingeordnet durch scripora-AI.
Fotocredit: scripora.com, AI generiert.
Basierend auf Informationen von: Originalartikel.

Autor: hml (hml@scripora.com)

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